Projekt 2.0
Hochzeit am Irghof

Das war eine Hochzeit bei der mir die Tränen die Sicht verwässerten.

Aber fangen wir von vorne an. Beginnen möchte ich mit dem Butler. Ja richtig. Du siehst ihn im ersten und im letzten Bild des Getting Readys. Er holte André - der mir einmal mehr zur Seite stand - und mich von der Hotelpforte ab. Mit dem Elektromobil brachte er uns dann in die "Villa". Das Konzept dieses Wellness Hotels ist nämlich, nicht einfach irgendeine Bettenburg in den Himmel ragen zu lassen, sondern kleine Privatvillen auf Zeit zu vermieten. Mit Sauna, Badeteich samt Steg und Whirlpool auf der Terrasse verseht sich. Aber darum soll es nicht gehen... Conny & Peters Projekt stand im Fokus. Projekt 2.0 um genau zu sein. Es ist, wie der Namen schon vermuten lässt, für Beide nicht unbedingt die erste Erfahrung in Sachen Hochzeit. 


Manchmal braucht es Zeit um den Partner fürs Leben zu finden. 

Manchmal benötigt es einfach ein bisschen Zeit, Erfahrung und einschneidende Erlebnisse um sich und letztlich den Partner fürs Leben zu finden. 

Was mir schon beim Verlobungsshooting auffiel war, dass mir zwei absolute Herzmenschen gegenüberstanden.  Ein Paar, dass sich blind versteht und weiß was es aneinander hat. Sie sind verliebt wie am ersten Tag. Zwei Menschen die sich gegenseitig anziehen, respektieren und eine Menge Spass miteinander haben.

Die Feierlichkeiten am Irghof in St. Georgen bei Obernberg, sollten aber ein kleines bisschen mehr sein, als eine klassische Hochzeit. Es war ein Wiedersehen. Ein Großes! Freunde und Familienangehörige, die sich in alle Himmelsrichtungen verstreut hatten trafen nach langen Jahren wieder oder das Erste Mal aufeinander. 

Bevor wir zur Location fuhren, haben sich die Beiden den Moment eines First Looks gegönnt. Garnicht so einfach, wenn das Hotelzimmer für Beide da ist. Es war wunderbar emotional. Danach ging es zum nicht so weit entfernten Irghof. Ein Bauernhof, der sich als Hochzeitslocation in Österreich etabliert hat. Während sich Conny und Peter um die letzten Details kümmerten, trudelten auf der Wiese hinter dem Hof die Gäste ein. Und schon ging die freie Trauung im Freien los, der eine wahrhaftig emotionale Beglückwünschungs-Arie folgen sollte. Und damit ist die Überleitung geschaffen:

Warum also musste ich weinen? Weil ich mich beim Anblick der, vor Freude weinenden Kinder an die Hochzeit meiner Mutter zurück erinnerte. Keine Ahnung warum, aber mir gingen in dem Moment so viele Dinge durch den Kopf. Wie es mir damals bei der Scheidung meiner Eltern, den Boden unter den Füssen weg riss. Wie sich meine Zeit damals veränderte und mich in ein Loch fallen lies. Der Kontakt zu meiner Mutter abriss. Später dann die Aussöhnung mit meiner Mama und die Hochzeit mit meinem jetzigen Stiefdad. Der mir mittlerweile emotional näher steht als mein leiblicher Vater. Dieser Moment, als ich meine Ma vor Glück strahlen sah wusste ich, dass auch sie den Mann für den Rest ihres Lebens gefunden hatte. Dieses unbeschreibliche Glück in Ihren Augen. Seelenstriptease... Schluss.

Es war halt so und ich musste gelegentlich blind fotografieren. Auch jetzt, wenn ich mir die Bilder der Kids ansehe, wie sie einerseits lachend, andererseits heulend in den Armen ihrer Eltern lagen, lässt die Staudämme bei mir wieder ansteigen. 

Wo war ich jetzt eigentlich? Ach da war ne Hochzeit. Bei Häppchen und Drinks wurde erst im Garten verweilt, bis wir von unserem Brautpaar-Shooting zurück kamen. Dem folgte dann der Umzug zur Location. Ein "First-Dance" vom Feinsten und ein Brautstehlen mit Sturmmasken und ner Menge Alkohol auf Ex! Es war der Hammer!

Ich möchte mich bei Euch Beiden für alles Bedanken! Ihr seid besondere Menschen für mich und wir sehen uns bestimmt bald wieder!